Prozessorientierte Homöopathie

Die Klassische Homöopathie – die BASIS

Die Homöopathie ist eine ganzheitliche Therapie, deren Ziel die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung des inneren Gleichgewichts ist. Diese innere Balance wird von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie auch „LEBENSKRAFT“ genannt.

Krankheit bedeutet in diesem Sinne eine „Verstimmung“ der Lebenskraft, ein Ungleichgewicht unserer inneren Harmonie und Ausgeglichenheit. Symptome sind Hinweise auf die Art der Verstimmung und Helfer auf dem Weg die richtige Arznei zu bestimmen.

Die Arznei wird ausgewählt nach dem homöopathischen Grundprinzip:

Ähnliches heilt Ähnliches.

Bei der Erstanamnese werden die Beschwerden und Leiden des Patienten erfragt und mit der Gabe eines homöopathischen Mittels bekommt der Patient für seine Krankheit ein ihm ähnliches Arzneimittel, das in der Lage ist diese Erkrankung der Lebenskraft zu heilen.

Beispiel: Leidet ein Patient an akuten Halsschmerzen, und sein Hals glänzt trocken, es besteht ein Schluckzwang, der Schluckschmerz brennt, und einen Schal hat er um den Hals gewickelt. Dann bekommt der Patient das homöopathische Mittel Belladonna, weil Belladonna, die schwarze Tollkirsche, solche Symptome erzeugen kann.

Die Grundpfeiler der Homöopathie bestehen aus drei Prinzipien:

  • Das Ähnlichkeitsprinzip
  • Die Arzneimittelprüfung am Gesunden
  • Die Potenzierung der Arzneimittel

Die Prozessorientierte Homöopathie – die Weiterentwicklung

In den 90er Jahre entwickelte sich durch die Forschungsarbeit von Gerhardus  Lang, Jürgen Becker, Hans-Jürgen Achtzehn und Andreas Krüger aus der klassischen Homöopathie eine neue H., die prozessorientierte H.

Sie ist eine logische und kreative, dem Leben sehr ähnliche, Erweiterung der klassischen  Homöopathie. Sie bedient sich in ihrem Handwerk den gleichen Prinzipien wie die klassische Homöopathie, stellt dazu die Symbole, Phänomene,  Träume, Begebenheiten, wiederkehrende Muster, sogenannte Zufälle des Lebens und die geistig-seelische Wirklichkeit in ihren Mittelpunkt. Dazu gehören auch Vorlieben, Hobbies, Beruf, Abneigungen, Kleidung, Farben, Musik und andere den Menschen begleitende Dinge und Umstände. Somit entsteht ein Bild des gesamten Menschen, nicht nur von seiner Krankheit!

Leben ist ein Prozess und damit ist die Homöopathie eine lebende Heilkunst.

So ist alles, auch wenn wir es nicht auf Anhieb zu verstehen in der Lage sind, richtig und hat seinen Sinn im Zusammenspiel der Kräfte die uns ausmachen. Einen Weg zu finden, diese Kräfte harmonisch, gemeinsam und konstruktiv an einem Ziel arbeiten zu lassen, den Menschen zu unterstützen zu werden, wie er gemeint ist, ist das Behandlungsprinzip (-ziel).

Die homöopathische Behandlung

Die Behandlung beginnt mit der Erstanamnese, das ist ein Erstgespräch von ca. 1 ½ Stunden, bei dem ich den Patienten so gut wie möglich kennenlerne. In diesem Gespräch wird auch festgelegt, wohin die Behandlung führen soll, welche Beschwerden, ob körperlich, geistig oder seelisch, sie loslassen möchten. Am Ende der Erstanamnese gebe ich Ihnen das für Sie im Moment passendste Mittel in einer zu Ihnen passenden homöopathischen Potenz und Dosierung. Beispiel: Nux Vomica in der Potenz C 200 als Einmalgabe 3 Globuli.

Anschließend vereinbaren wir einen Folgetermin nach 4 – 6 Wochen. Bei diesem Termin nehmen ich mir 1 Stunde Zeit um mir ein Bild von der Wirkung der homöopathischen Arznei zu machen, ob sie gut gewählt ist oder ob es noch einer anderen Potenzen oder Dosierung bedarf. In diesem Rahmen werden auch Veränderungen besprochen.

Eine homöopathische Behandlung dauert von Mensch zu Mensch unterschiedlich lange. Je nach Beschwerdetiefe und Behandlungsziel kann die Behandlungsdauer zwischen ½ Jahr und 2 Jahre liegen.

Das homöopathische Mittel

Homöopathische Mittel sind registrierte Arzneimittel, deren Ausgangsstoff „Ursubtanz, aus allen Stoffen der Natur und Umwelt bestehen. Wir unterscheiden zwischen pflanzlichen, metallischen, mineralischen, tierischen Mitteln und sonstigen Stoffen. Beispiel: Hyoscyamus (das Johanniskraut), Aurum (Gold), Bufo (Kröte) oder auch Edelgase wie Neon oder Mondlicht in homöopathischer Form.

Ein Arzneimittel wird aus der jeweiligen Ursubstanz schrittweise unter Zugabe von Wasser oder Alkohol verschüttelt oder mit Milchzucker verrieben. Erst durch die sogenannte Potenzierung wird das heilende homöopathische Mittel. Die einzelnen Verdünnungsstufen werden in der Homöopathie Potenzen genannt, von denen es Nieder- und Hochpotenzen gibt.

Wie wirkt die Homöopathie

Die Homöopathie gibt uns feine und gezielte Impulse, die auf den gesamten Menschen wirken. So wird die Lebenskraft angeregt und harmonisiert.

Die Homöopathie wird bei Leiden aller Art eingesetzt.

Homöopathie hat sich bewährt bei:

  • Akute und chronische Schmerzen, Entzündungen, Ulkus und Gastritis, Minderdurchblutung
  • Hauterkrankungen wie Ekzeme, Neurodermitis, Psoriasis, Akne, Gerstenkörner, Furunkel, schlechte Wundheilung
  • Verspannung, Verkrampfung, Überreizung, Stress, Burnout, Restless-Legs
  • Übelkeit, Durchfall, grippeähnliche Erkrankungen, Husten, Schnupfen, Heiserkeit, chronische Erkältungen, Allergien
  • Kopfschmerzen, Migräne, Schwächezustände
  • Depressionen, Angstzustände, Suizidneigung, Prüfungsangst
  • ungelenkte Wut und Hass, innere Leere, Sinnsuche
  • Unfruchtbarkeit, Sterilität, unerfüllter Kinderwunsch, ADS/ADHS
  • Frauenleiden wie Menstruationsbeschwerden, Zystitis, Vaginitis, Pilzkrankheiten
  • Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Albträume, Einschlaf- und Durchschlafstörungen
  • Suchtbegleitung, Bulimie, Anorexia nervosa, Essstörungen, Fresssucht, Alkohol, Drogenprobleme
  • Beziehungs- und Eheprobleme, Konflikte und Verstrickungen, Partnerschaft, Liebeskummer, Alleinsein, Schüchternheit, nicht geliebt/gemocht zu werden, Trennungen
  • Traumatische Erfahrungen wie Missbrauch, Vergewaltigung, Inzest, sexuelle Gewalt, häusliche Gewalt, Verlassen werden, Tod naher Menschen

 „Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfang auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachtheiligsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen.“

Samuel Hahnemann, Organon der Heilkunst, §2